The Elder Scrolls Online Action Fantasy MMORPG Screenshot #7

The Elder Scrolls Online: Entwickler verteidigt Abo-Modell

Ryan Dancey, Entwickler des kommenden MMORPGs Pathfinder Online verteidigt die Entscheidung von Zenimax, ein Abo-Modell für The Elder Scrolls Online zu verwenden.

Als Zenimax ankündigten, dass das MMO The Elder Scrolls Online ein Abo-Modell erhalten würde, war die Verwunderung in der Community groß. Free to Play-Spiele waren auf dem Vormarsch und immer mehr MMOs mit Abo wurden auf Free to Play umgestellt. Zumindest hatte man ein Buy to Play-Modell wie bei Guild Wars 2 erwartet, aber sicher keine Abogebühren. Daher hagelte es auch Kritik an dieser Entscheidung, die Zenimax immer wieder verteidigte. Schließlich wolle man den Spielern ein langfristiges und gutes Spielerlebnis bieten und die Weiterentwicklung des MMOs würde Geld kosten. Außerdem würde man den Spielern ein vollständiges Spielerlebnis ermöglichen wollen, ohne sie dazu zu bringen, immer wieder kleine Zusatzinhalte zu kaufen. Doch die Kritik hielt an.

Jetzt hat sich Ryan Dancey, der derzeit am MMORPG Pathfinder Online arbeitet zu dieser Entscheidung zu Wort gemeldet. Er kann Zenimax voll und ganz verstehen, denn seiner Meinung nach ist das Abo-Modell noch nicht tot und vor allem im westlichen Markt werden die meisten Einnahmen von MMOs noch immer über Abos generiert. Außerdem bieten Abos einen stetigen Geldstrom, auf den sich die Entwickler verlassen können, um so ständig an neuen Updates arbeiten zu können. Ebenso wichtig sei es, ein Spiel zum Verkaufspreis in den Handel zu bringen, da diese Verkäufe eine wichtige Einnahmequelle darstellen, welche oftmals schon die Produktionskosten decken würden. Daher ist ein solches Modell, das Spiel zum Verkaufspreis anzubieten und ein Abo dafür zu verlangen, vor allem für die MMOs sinnvoll, die in der Produktion mehrere Millionen Dollar gekostet haben.

Allerdings glaubt Dancey auch, dass gerade die Produktion von Multi-Millionen-Dollar-MMORPGs sich dem Ende entgegen neigt. Denn kleinere, fokussiertere Spiele mit geringerem Budget hätten bessere Chancen, sich finanziell zu rentieren. Dancey ist weiterhin der Meinung, dass sich Abos weiterhin rechnen, sofern sie intelligent mit einem zusätzlichen Mikrotransaktionsmodell verknüpft sind. Auf diese Weise könne man auch gut Hybrid-Modelle anbieten, wie dies beispielsweise Turbine mit Der Herr der Ringe Online tut.

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3 comments

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  1. Hoto 10 Januar, 2014 at 11:39 Antworten

    Sorry, aber die Spieler gehen mir nur noch auf die Nerven. Dieser ganze Mist mit F2P ist so toll und P2P ja so out kann ich nicht mehr hören. Den Spielern geht es nur um Geiz, am liebsten gar nichts zahlen. Und dann kommt noch die erfolgreiche Werbekampagne der Firmen für F2P mit dazu… P2P wäre out und Schuld für das scheitern etlicher MMORPG mit P2P Modell… und die Spieler glauben es natürlich nur zu gerne, die Meisten sind ja sowieso absolut naiv.

    Die pure Wahrheit ist: für das P2P Bezahlmodell braucht man auch anständige Qualität, ohne Qualität beim MMORPG selbst, beim Support und bei der Community kann P2P nur scheitern und genau daran sind die MMORPG der Vergangenheit gescheitert, nicht an P2P. Für viele Firmen ist F2P absolut genial, weil F2P braucht keine Qualität, man muss es nur geschickt genug anstellen und man kann den letzten Mist erfolgreich als F2P „verkaufen“. Der Beweis für die Behauptung? Jedes gescheiterte P2P MMORPG, das erfolgreich auf F2P umgestellt wurde und plötzlich erfolgreich genug ist um Jahre so zu laufen.

    Warum? Weil während P2P darauf ausgelegt ist Kunden langfristig halten zu können, was man mit mieser Qualität nicht kann, sind F2P nur darauf ausgelegt so viele potenzielle Spieler wie nur möglich zu angeln und sie dazu zu kriegen in den ersten Tagen Geld zu investieren, danach haben diese Spieler für die Firmen ihre Schuldigkeit getan und es ist nur noch ein netter Bonus wenn sie bleiben.

    P2P ist vergleichbar mit z.B. der Internet Flaterate, auch hier bezahlen wir monatlich einen festen Betrag für uneingeschränken Zugang zum Internet. Nun liest man immer wieder von Usern, die massive Probleme mit ihrem Internet Zugang bzw. ihrem Provider haben, ständig Verbindungsabbrüche, ständig Ausfall des Internets für längere Zeit, mieser Support… Einfach ein rundum nicht gutes Produkt. Wer wäre bei diesem Zustand dazu bereit monatlich dafür Geld zu zahlen? Viele mit Recht nicht. Aber gäbe es Internet für Lau, würden es viele dennoch dankend annehmen. Und genau daran scheitern P2P MMORPGs, ein Produkt das nicht gut genug ist und dazu hat man das Genre über Jahre hinweg gemacht.

    Warum sollte ich ein Abo zahlen, wenn ich bereits nach meinem kostenlosen ersten Monat im Endcontent bin und damit quasi zum Großteil durch? MMORPG ist ein Genre das auf lange Spielzeit ausgerichtet sein sollte und nicht auf Durchspielen innerhalb weniger Wochen, so kann ein MMORPG nicht funktionieren und P2P erst recht nicht. Für P2P erwarte ich eine gewisse Mindestleistung, die MMORPGs der letzten Jahre immer weniger erfüllen. Und ganz oben steht da bei mir klar die Dauer wie lange man damit Spaß haben kann.

    Was P2P braucht, damit es bei MMORPGs funktioniert, ist eine erheblich längere Spielzeit (max. Level erst in mehreren Monaten), herausfordender Content (und nicht den 08/15 weichgekochten Mist, der uns dank Vercasualisierung des Genres vorgesetzt wird… Running Gag seit Jahren: „Mit höherem Level wird es deutlich schwerer!“) und weg von dieser „wir wollen es allen recht machen“ Einstellung… wer es allen recht machen will macht es am Ende Niemandem recht und genau DAS ist das Problem der MMORPGs seit vielen vielen Jahren.

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