The Elder Scrolls Online: Forbes glaubt an Fehlschuss

Nachdem sich Pathfinder Online-Entwickler Ryan Dancey positiv über das Abo-Modell des MMORPGs The Elder Scrolls Online geäußert hat, spricht das Magazin Forbes von einem Fehlschuss.

Autor Paul Tassi schreibt, dass es einen Denkfehler in Ryan Danceys Analyse des MMORPGs-Marktes gibt. Einerseits hätte er bei den genannten Abo-Spielen und deren Anzahl an Spielern, die er als Beispiel für ein erfolgreiches Abo-Modell anführte, auf Vermutungen zurückgegriffen. Ganz einfach deswegen, weil kein Unternehmen derartige Zahlen öffentlich machen würde. Das eigentliche Problem aber sei das Alter der genannten Spiele. Keines der Spiele in der Liste, die erfolgreich mit nur einem Abo fahren, ist jünger als von 2008 (Hybrid-Modelle sind hiervon ausgenommen). Zu dieser Zeit kam das Free to Play-Modell gerade langsam in Fahrt, sodass die Spieler nichts anderes kannten als das Abo. Klar auch, dass sich in den Spielen über die Jahre enge Communities gebildet haben und es dann schwer fällt, das Spiel zu verlassen. Findet man es weiterhin gut und ist zufrieden, dann bezahlt man auch gerne weiterhin für ein Abo. Doch die Hürde, ein neues Abo abzuschließen, ist inzwischen sehr hoch.

Daher ist Tassi mehr als zuvor der Meinung, dass es ein enormes Riskio für Zenimax darstellt, das MMORPG The Elder Scrolls Online mit Abo-Modell auf den Markt zu bringen. Denn der Markt hat sich inzwischen geändert und die Spieler haben andere Ansprüche und Erwartungen an ein MMO. Vor allem auch Konsolenspieler müssen diese Hürde erst einmal meistern, da sie es überhaupt nicht gewöhnt sind, ein Abo für ein Spiel zu bezahlen. Daher könnte sich ESO laut Laul Tassi als großer Fehlschuss entpuppen. Allerdings ist davon auszugehen, dass Zenimax einen Plan B in der Hinterhand hat, der so aussehen könnte, dass sie mit The Elder Scrolls Online schnell auf ein zuvor schon entwickeltes Free to Play-Modell wechseln können, sollten zu viele Abonnenten abspringen.

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6 comments

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  1. Hoto 10 Januar, 2014 at 22:15 Antworten

    Ja, stimmt, der MMORPG Markt hat sich geändert. Nur liegt es einzig und allein an den MMORPGs selbst, das lustige ist, dass er sogar ein Hauptargument selbst bringt: die Community, sich in diesen MMORPGs gebildet hat und dadurch an dem MMORPG hängen. Das ist nämlich die Stärke von P2P und die Schwäche von F2P. Aber wenn man nur noch MMORPGs auf den Markt bringt, die innerhalb von Wochen durchgespielt sind, kann man keine große Community aufbauen, die an dem MMORPG wirklich hängen. MMORPGs sind längst zu Lückenfüllen mutiert und das Hobby heißt nicht mehr EIN MMORPG intensiv zu spielen, sondern von einem zum nächst besseren zu springen, was einem inzwischen extrem leicht gemacht wird, auch dank F2P.

    Geändert hat sich bei den Spielern im Grunde nur eines: mit F2P und der immer schlechteren Qualität der MMORPGs hat man die Akzeptanz von P2P ruiniert. Ansprüche und Erwartungen haben sich nicht wirklich geändert, es sind nur nicht mehr die gleichen Spieler, die echten Fans hat man immer mehr vergrault und dafür die breite Masse ins Boot geholt, die nur ein 08/15 MMORPG erwarten und daran Spaß haben. Und eben die Heuschrecken Spieler, die zum Release in Massen kommen, nach kurzer Zeit anfangen zu jammern und dann nach einem Monat jammernd langsam aber sicher wieder Richtung nächstem MMORPG verschwinden, weil sie ein perfektes MMORPG erwartet haben. MMORPGs werden aber niemals perfekt sein, was aber nicht heißt, dass man sich so ein Müll, der uns seit Jahren angedreht wird, akzeptieren muss. Für die Firmen zählt nur noch eines: das schnelle Geld, Geld über Zeit und auf Dauer zu verdienen wird direkt als zu großes Risiko verschrien. Und das schnelle Geld macht man mit F2P, auf Kosten des MMORPGs.

    In einem Punkt geb ich ihm aber zumindest halb recht geben: Konsolenspieler sind es durchaus gewohnt ein Abo zu bezahlen, nämlich um überhaupt Online gegen andere spielen zu können, das war bei XBox 360 schon immer so und ist bei PS4 und XBox One nun längst Normalität. Auch gibt es durchaus Spiele mit Abo, siehe eines der bekanntesten und zur Zeit erfolgreichen P2P Vertreter der aktuellen MMORPGs: Final Fantasy XIV.

    Ein Problem ist aber durchaus auch, dass viele Spieler nicht die geringste Vorstellung haben was für laufende Kosten ein MMORPG verursacht, die vergleichen viel zu oft mit anderen Spielen, die man online im Multiplayer spielen kann, wofür man auch nichts zahlen muss und verstehen daher nicht, dass Serverkosten erheblich höher sind, der Support größer und die Entwickler ständig weiter entwickeln und eben nicht fertig sind wie bei einem normalen Spiel. Und F2P ist hier extrem kontraproduktiv, weil wer hier nichts zahlt denkt zu leicht der Betrieb kostet ja nichts, weil er schlicht vergisst, dass andere Spieler die Kosten zahlen, damit er selbst überhaupt spielen kann. Manche wissen das auch genau und daher mag ich diese Schmarotzer Mentalität überhaupt nicht, die F2P fördert.

    P.S. und nun könnt ihr den Kommentar wieder löschen, wie schon in der anderen News. Euch passt es ja nicht, wenn mal Jemand die Wahrheit ausspricht. Handeln wir einfach nach dem Motto wie unsere Gesellschaft auch im RL agiert: einfach ignorieren.

    • Kizna 10 Januar, 2014 at 22:47 Antworten

      Du vergisst da durchaus einen wichtigen Faktor:
      Immer mehr Leute können sich P2P gar nicht mehr Leisten.
      Und mit F2P, kommen diese eben doch ins Boot, bringen noch ein par Freunde mit, und wenn sie Geld über haben, wird auch mal was im Real Money Store gekauft.

      Es geht den Firmen auch nicht um Schnelles Geld, sondern vorwiegend auch um Kostendeckung. Und bis es dazu kommt, dauert es oftmals einige Monate.

      Und mann kann auch immer davon ausgehen, das ein Großteil der Abo’s nach dem ersten Monat nicht erneuert werden. Weil das Spiel eben schlecht läuft, und verbuggt ist. Es wird auch nie ein MMORPG von Anfang an super laufen und ohne Probleme, so das sowas nicht mehr passieren wird.

      So denken sich die Leute „Wird eh nicht besser.. vielleicht irgendwann nochmal probieren.“ Und bei F2P machen-se vielleicht ein oder 2 Wochen Pause, und kommen dann wieder.

      • Hoto 11 Januar, 2014 at 12:13 Antworten

        Nein, das hab ich nicht vergessen und dazu sage ich nur: Videospiele sind Luxusgüter, wer das Geld dafür nicht hat, hat eben Pech gehabt. Ein ganzes Genre aber zu ruinieren, nur damit auch Leute mit weniger Geld (oder gar keinem) spielen können, ist wohl kaum der richtige Weg. Wobei ich bei vielen Zweifel habe, dass sie das Geld tatsächlich nicht haben, max. 15 Euro im Monat sind nicht so viel Geld und diese Abo Preise sind seit jeher stabil obwohl die Entwicklung immer mehr Geld kostet. Viele haben sehr wohl das Geld, aber es ist ihnen wichtiger das Geld für andere Dinge auszugeben, wo sie eben nicht sparen können wie bei einem MMORPG. Da spart man sich dann halt lieber das Abo als mal auf eine Musik CD zu verzichten oder was immer man sonst noch neben MMORPGs für Konsumkosten hat (dazu zähle ich auch Rauchen).

        Und mit schnellem Geld kann man am auch am schnellsten Kosten decken. P2P hat den Vorteil, dass es im Voraus bezahlt wird, so hat der Betreiber stetig genug Zeit zu reagieren, bei F2P ist es mehr ein agieren, weil hier das Geld erst kommt wenn der Spieler Geld ausgibt und so schwanken die monatlichen Einnahmen bei F2P erheblich. Entsprechend leidet dann das ganze MMORPG darunter und das Erste an dem gespart wird ist immer der Support, sei es der an den Servern oder der am Kunden. In den besten P2P MMORPG Zeiten hatte man noch Gamemaster, die aktiv im Spiel Events veranstaltet haben, heute spart man sich lieber das Geld und stellt Event NPCs auf und die Events sind extrem 08/15.

        Natürlich wird ein MMORPG zum Release immer seine Probleme haben und das sollte eigentlich jeder MMORPG Spieler wissen, Manche tun aber so als wüssten sie es nicht und manche Betreiber nutzen es auch aus und werfen ein MMORPG eindeutig zu früh auf den Markt. Ein MMORPG ist zwar nie fertig entwickelt, aber es KEINE Entschuldigung ein MMORPG zu releasen bevor die Basis wirklich stabil läuft. Außerdem sind die Beta Tests nicht zum Spaß da, die sind genau dazu da Bugs zu beseitigen und dennoch schaffen es viele heutige MMORPGs mit extremen Bugs released zu werden, die sind dann eindeutig zu früh auf den Markt geworfen worden. Aber ist auch klar: Verschiebung bedeutet noch mehr Kosten, aber Firmen wollen doch sparen so gut es geht und bloß kein Risiko eingehen.

        Äh, nein, bei F2P sind sie weg und kommen nicht wieder. Die wenigsten kommen bei F2P jemals wieder zurück, F2P hat deutlich mehr Probleme Spieler wirklich zu binden. Wer Geld ausgibt ist grundsätzlich schon mal bereit sich mit dem Spiel zu beschäftigen als wenn man kein Geld investiert hat. Oder ist für dich eine Sache, für die du Geld ausgegeben hast persönlich nicht automatisch mehr Wert als eine Sache, die du kostenlos bekommen hast? Bei P2P hast du den Vorteil, dass die Spieler ein Abo bezahlt haben und wenn sie für etwas bezahlt haben, dann wollen sie es ungern ungenutzt lassen.

        Das Problem, das auch durch F2P verursacht wird, ist auch gerade die Wertevorstellung. Ein Spiel, das ich mir einfach mal aus einer Laune raus kostenlos runter laden kann um es mal anzuspielen, leidet oft darunter, dass man zu schnell sich frusten lässt. Bei einem P2P Spiel hingegen, beißt man sich auch eher mal durch, daher dürfen P2P MMORPGs auch etwas herausfordender sein. Zumindest normalerweise, aber man hat die MMORPG Spieler über Jahre mit so viel Komfort und Gemütlichkeit verwöhnt, dass das auch in einem P2P nicht mehr hinhaut. Und schon stellt man sich die Frage ob das überhaupt das Abo Wert ist.

        Ich mein früher wenn man mal nach dem 5. Anlauf eine Instanz nicht geschafft hat, kam so ein bisschen Frust auf, aber es hielt sich in Grenzen. Heute hingegen hab ich das Gefühl, dass wenn eine Instanz nicht auf Anhieb für Jeden im Halbschlaf zu schaffen ist sofort das Genörgel los geht. Und wehe es kommt mal wirklich so etwas wie eine Herausforderung auf… ich meine jetzt eine wirkliche Herausforderung, nicht das was die heutigen Spieler darunter verstehen… dann heißt es gleich das MMORPG wäre unspielbar schwer, das schafft Niemand, absolut unmöglich. Nur genau aus solchen Dingen zogen sich die MMORPG Fans früher ihren Spielspaß, über Monate / Jahre hinweg. Heute besteht der Dauerspaß darin Inhalt bis zum erbrechen (wörtlich) zu wiederholen, nur für irgendwelche Belohnungen. Für F2P mag das sicherlich genug sein, aber für P2P ist das keine Qualität.

        Nachdem was mir so zu Ohren kam von den TESO Spielern dieses WE, wird das MMORPG leider ein weiterer Sargnagel für P2P werden, weil wieder behauptet werden wird, dass es wegen P2P gescheitert ist und nicht weil das MMORPG selbst einfach mies ist und das scheint es zu sein.

        • Kizna 11 Januar, 2014 at 18:01 Antworten

          Nun, ich denke das scheitern an P2P ist schon gerechtfertigt.
          Man siehe STO, SWTOR.

          Eigentlich gute Spiele, oder eher gesagt: Mann kann sie mal Spielen und es vertreibt einem die Zeit. Aber eben nicht so gut, um eine Subscription zu rechtfertigen. Und ganz ehrlich: Ich geb mein Geld dann Lieber für Zigaretten oder ne CD aus.

          Aber ich selbst, hab für sowas momentan eigentlich kein Geld, mann will ja auch mal Sparen für z.b. Urlaub. Und da sind mir die par Euro dann besser aufgehoben. Weshalb ich sage: Sowas wie WoW kann bzw will ich mir nicht Leisten, es gibt wichtigeres.

          Wenn es nun ein wirklich gutes MMO ist, was außergewöhnliches, das mich wirklich in seinen Ban zeiht, dann gerne.

          Eve Online spiele ich ab und zu mal, und das Original SWG war immer sehr nett zu Zocken.

          Aber WoW, STO, SWTOR, das ist für mich eher Geld Verschwendung. Da Spiele ich hin und wieder mal, und im falle STO wird dann auch mal nen Schiff im Store gekauft.

          Wenn man ganz ehrlich ist: Die meisten WoW subs sind Asiaten, wo man eh nur für die gespielte zeit zahlt, und dann eben noch par Leute, die es nur Spielen, weil es Freunde Spielen.

          Und ich denke das ESO genau das selbe Problem haben wird: es ist nicht gut genug für P2P. Aber anders als WoW, hat es eben keine Playerbase die zusammen gewachsen ist, wie auch, es ist ja noch nicht draußen.

          heut zu tage, wo das Geld auch mal knapper ist, überlegt man eben zweimal, ob man Geld für ein MMO ausgeben will auf Monatlicher Basis, oder ob man lieber ein F2P spielt, und da hin und wieder etwas im Premium Store kauft.

          Und übrigens: In der zeit als STO P2P war, habe ich es so gut wie nie gespielt, seit es F2P ist allerdings wieder öfters, obwohl ich einen Livetime Account habe. Aber nun Spielen es halt ein par Freunde mehr, die sich STO eben nicht für einen Monatlichen Betrag antun wollten.

          • Hoto 16 Januar, 2014 at 06:00

            Naja, ich denke was P2P betrifft sind wir uns soweit schon einig: es liegt an der Qualität der MMORPGs. Und zu der Qualität gehört halt auch so etwas wie gerne man sich in der Spielwelt aufhält etc.

            Du sprichst WoW und die feste Community an. Wie soll sich in neuen MMORPGs eine feste Community bilden, wenn zu viele allein oder in kleinen Gruppen unterwegs sind und kaum Kontakte mit Anderen haben bzw. nicht mal haben wollen. Da kann doch so eine Verbundenheit gar nicht entstehen.

            Das sind so lauter Kleinigkeiten, die sich aber derart potensieren, dass die Qualität darunter leidet… und darum kommt auch P2P nicht mehr an. Warum P2P zahlen, wenn F2P inzwischen fast genauso gut ist… wobei das nicht heißt, dass die Qualität von F2P Spielen besser wurde, die guten F2P waren alle mal P2P und haben eben schon vor F2P Umstellung die Kosten reingespielt, weshalb die F2P Modelle ehemaliger P2P MMORPGs noch mit am annehmbarsten sind und selten Pay 2 Win beinhalten.

            STO hab ich auch zum Release gespielt, bzw. schon in der Closed Beta. Leider hat das Spiel so einige Gameplay Macken, die mich daran hindern das MMORPG nochmals richtig anzugehen. Hatte es letztes Jahr noch mal versucht, das erste mal seit F2P Umstellung, aber die Mängel, die mich besonders störten, waren immer noch da. Vor allem das sie DS9 so versaut haben verzeihe ich ihnen nie, da passt vom Maßstab weder im All noch an Board irgendwas richtig. ;)

            SW:TOR ist eh so ein Sonderfall, mehr Singleplayer Online Spiel als wirklich ein MMORPG. Echt schade, hätte echt ein tolles Spiel werden können, optisch hats mir so weit gefallen und auch mein Char. Aber wenn man während dem spielen ständig das Gefühl hat irgend Jemand schiebt einen von hinten und hindert einen daran langsam spielen zu können, dann ruiniert das leider den Spaß. Schuld ist da bei SW:TOR vor allem, dass man wirklich für alles viel zu viel Erfahrungspunkte bekommt, war ständig derart überlevelt das die Quests alle immer unter meinem Level waren und entsprechend langweilig da null Herausforderung. Und nur um alle Klasse mal zu spielen zahle ich auch kein Abo, das ist eh nicht meine Motivation ein MMORPG zu spielen.

            Fest steht aber für mich deshalb klar: nicht P2P ist schuld das P2P nicht funktioniert, auch unsere heutige Zeit nicht, du sagst ja selbst wenn dich ein MMORPG nur richtig fesseln könnte würdest du auch wieder ein Abo zahlen. Es sind eben doch die MMORPG und nicht das Bezahlmodell selbst.

            Das P2P nicht funktioniert ist nur ein Symptom dessen Ursache die MMORPGs sind und darum ist F2P auch kein Heilmittel, damit bekämpft man die Symptome, aber nicht die Ursache. Finde das bringt es gut auf den Punkt. ;)

          • Klaus Dieter 21 Januar, 2014 at 13:17

            werden mmorpg spieler für so blöd gehalten,als das sie nicht merken würden,das sogenannte free to play ,nur die Demo ist ?

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